Tipps, um möglichst problemlos an Haustierbesitzer zu vermieten

geschrieben am 10.12.2017 von Kryspina Münchschwander

Gerade als Haustierbesitzer gestaltet sich der Umzug oftmals nicht einfach. Denn nicht nur gilt es, überhaupt eine den eigenen Vorstellungen entsprechend passende Wohnung zu finden. Obendrein müssen dort auch noch Haustiere erlaubt sein.

Dabei ist nicht selten das relativ ungenau definierte Deutsche Mietrecht Stein des Anstoßes: beispielsweise darf ein Hund meist nur nach voriger Absprache mit dem Vermieter einziehen. Ein Hamster, Fische, Meerschweinchen und sonstige so genannte Kleintiere hingegen müssen vor dem Einzug gar nicht erst erwähnt werden (eine kurze Information an Sie als Vermieter sollten dennoch zum guten Ton gehören!).

Allerdings kann man sich auch auf diese recht lose Definition nicht 100%ig verlassen. So gelten auch Kleintiere, welche die Wohnung stark verschmutzen oder einen vermeintlich unzumutbaren Lärmpegel erzeugen als untragbar. Plappernde Papageien, fiepende Mäuse - klein aber problematisch! Ähnlich verhält es sich mit Ratten: auch wenn Sie dank artgerechter Haltung nicht die Wohnung verschmutzen oder Lärm produzieren, so gelten sie doch als "umstritten". Hier kommt es dann im Extremfall auf das Verständnis des Richters, vor allem aber wohl auf dessen "Ekelbewusstsein", an.

Dabei können und sollten Sie Ihre potentiellen neuen Mieter natürlich auch direkt und von vornherein auf mitgebrachte Haustiere ansprechen. Vor allem dann, wenn diese bereits bei der ersten Anfrage angegeben haben, dass sie Haustiere haben.

Umzug mit Tieren, auf die die Mieter angewiesen sind


Grundsätzlich gilt es als Tierhalter, sowohl Mietvertrag als auch Hausordnung zu durchleuchten. Wo jedoch keine Diskussion besteht sind Tiere, die für das (Über)Leben ihrer Halter zwingend nötig sind. Hierzu zählen typischerweise Blindenhunde, aber auch Tiere, die für die psychische Stabilität von Kindern nachgewiesenermaßen unabdingbar sind, können in diese Kategorie fallen.
Allerdings kann man hier als Vermieter meist einigermaßen entspannt sein. Gerade Blindenhunde sind meist sehr gut erzogen, werden regelmäßig trainiert und folgen aufs Wort. Größere Probleme sind hier meist nicht zu erwarten.

Vermieten an Mieter mit exotischen Tieren


Bei als "gefährlich" anzusehenden Tieren wie beispielsweise Vogelspinnen oder Leguanen wird es nochmal interessant. Zwar sind diese oft klein, dennoch geht von ihnen eine Gefahr aus. Dementsprechend sollten Mieter, die eines oder mehrere dieser exotischen Lebewesen beherbergen, in jedem Fall vorher mit Ihrem potentiellen neuen Vermieter darüber sprechen. Gleiches gilt für Schlangen, sofern Sie giftig oder sonst wie gefährlich sind.
Auch hier empfehlen wir Ihnen als Vermieter wiederum, den direkten Kontakt zu suchen und von vornherein zu klären, ob Haustiere mit einziehen und, falls ja, welche.

Offene Aussprache mit dem Mieter VOR dem Einzug mit Haustier


Grundsätzlich ist eine Absprache mit einem eventuellen neuen Mieter wie gesagt immer ratsam. Gefährlich oder nicht, groß oder klein, hin oder her - wenn Auseinandersetzungen vorprogrammiert sind, ist es letztlich egal, wer juristisch gesehen Recht bekommt. Die Wohnsituation wird nie gut sein, wenn beide beteiligten Parteien nicht komplett einverstanden sind.
Denn letztlich muss sich jeder Mieter vor dem Umzug mit Haustieren auch in Sie als Vermieter hineinversetzen: zerkratztes Parkett, Urin auf dem Teppich, Lärmbeschwerden der Nachbarn, verängstigte Kinder im Haus. All das bleibt letztlich zu großen Teilen an Ihnen, dem Vermieter, hängen.

Ideen, um Mietverhältnisse mit Haustierbesitzern problemfrei zu beginnen


Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um das Vermieten an Mieter mit Haustiern optimal zu gestalten. Beispielsweise kann ein Mieter den Hund schon zur Besichtigung mitbringen um zu beweisen, dass er sich gut verhält, nicht unnötig viel bellt und auch keine Menschen belästigt.
Ebenso hilft ein Impfausweis sowie ein Haftpflichtversicherungsnachweis, eventuelle Bedenken zu zerstreuen.
Auch ein Schreiben des Vormieters, in welchem dieser die Unbedenklichkeit der tierischen Mitbewohner bestätigt, wirkt oft Wunder.


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Fazit zur Vermietung an Mieter mit Hunden, Katzen und sonstigen Haustieren


Letztlich gilt, wie in den meisten aller Fälle, dass offene und ehrliche Kommunikation die meisten Probleme von vornherein aus der Welt schafft. Dennoch sollten Sie als Vermieter nicht ausschließlich auf Versprechend und Beteuerungen eingehen. Jeder Mieter, dessen Haustier tatsächlich kein Problem darstellt, wird herzlich gerne einen oder mehrere der oben dargestellten Beweise bzw. Absicherungen vorlegen, um die Wohnung oder das Haus seiner Träume anmieten zu können.

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